Schmerzen verstehen – warum dein Körper wichtige Signale sendet
- Praxis Lebensraum

- 13. März
- 5 Min. Lesezeit
Schmerz gehört zu den intensivsten Erfahrungen, die wir als Menschen machen können.
Wenn etwas im Körper weh tut, wünschen wir uns meist nur eines:
Dass der Schmerz möglichst schnell wieder verschwindet.
Doch Schmerz ist selten einfach nur ein „Fehler“ im Körper.
In vielen Fällen ist Schmerz vielmehr ein Signal des Körpers – ein Hinweis darauf, dass etwas Aufmerksamkeit braucht.
Manchmal entsteht Schmerz durch körperliche Überlastung.
Manchmal durch Bewegungsmangel.
Und manchmal spielt auch Stress oder innere Anspannung eine Rolle.
In meiner Praxis in Plattling (Niederbayern) begleite ich viele Menschen, die lernen möchten, ihren Körper wieder besser zu verstehen – besonders dann, wenn Schmerzen immer wieder auftreten.

Warum unser Körper überhaupt Schmerz erzeugt - Schmerzen verstehen
Schmerz ist zunächst einmal eine wichtige Schutzfunktion.
Er hilft uns, Gefahren zu erkennen und unseren Körper zu schützen.
Wenn wir zum Beispiel:
uns stoßen
eine Muskelüberlastung haben
eine falsche Bewegung machen
sendet der Körper ein Signal:
„Hier stimmt gerade etwas nicht.“
Dieses Signal sorgt dafür, dass wir reagieren und uns schützen.
Ohne Schmerz würden wir viele Belastungen gar nicht bemerken.
Wenn Schmerz zum Dauerbegleiter wird
Problematisch wird Schmerz vor allem dann, wenn er über längere Zeit bestehen bleibt.
Viele Menschen erleben zum Beispiel:
wiederkehrende Rückenschmerzen
chronische Verspannungen
Schmerzen im Nacken oder in den Schultern
Oft entsteht dann die Frage:
„Warum geht das einfach nicht weg?“
Häufig steckt dahinter kein einzelner Auslöser, sondern ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
👉 Mehr dazu kannst du auch im Artikel „Chronische Verspannungen – warum dein Körper dauerhaft angespannt bleibt“ lesen.
Der Körper speichert Spannung
Unser Körper reagiert sehr sensibel auf Belastung.
Wenn wir über längere Zeit unter Stress stehen oder unseren Körper einseitig belasten, kann sich Spannung im Muskel- und Fasziensystem aufbauen.
Diese Spannung kann sich zeigen als:
Rückenschmerzen
Nackenverspannungen
Druck im unteren Rücken
eingeschränkte Beweglichkeit
Viele Menschen beschreiben das Gefühl wie eine dauerhafte Grundspannung im Körper.
Schmerz und das Nervensystem
Ein wichtiger Teil unseres Körpers ist das Nervensystem.
Es entscheidet ständig, ob der Körper sich eher im:
Entspannungszustand oder im
Stressmodus befindet.
Wenn das Nervensystem dauerhaft aktiviert ist, bleibt auch die Muskulatur angespannt.
Das kann dazu führen, dass Schmerzen länger bestehen bleiben.
👉 Mehr darüber erfährst du auch im Artikel „Nervensystem regulieren – wie Körper und Geist wieder in Balance kommen“
Der Körper möchte verstanden werden
Viele Menschen erleben einen Wendepunkt, wenn sie beginnen, ihren Körper nicht mehr als „Gegner“ zu betrachten.
Stattdessen entsteht eine neue Frage:
„Was möchte mir mein Körper eigentlich sagen?“
Schmerz kann ein Hinweis sein auf:
Überlastung
fehlende Bewegung
innere Anspannung
ungünstige Bewegungsmuster
Wenn wir beginnen, diese Signale ernst zu nehmen, entsteht oft ein neuer Zugang zum eigenen Körper.
Schmerzbegleitung – dem Körper wieder Raum geben
In meiner Praxis in Plattling arbeite ich neben Massagen und der Dorn-Breuss Anwendung auch mit einer körperorientierten Schmerzbegleitung.
Dabei geht es nicht nur darum, den Körper kurzfristig zu entspannen, sondern ihm neue Bewegungsimpulse zu geben und Spannungsmuster bewusst zu verändern.
Die Schmerzbegleitung orientiert sich an verschiedenen körperorientierten Ansätzen und beinhaltet unter anderem:
gezielte Druckpunkte gegen Schmerzen (Osteopressur)
spezielle Dehnübungen und Fazienrollemassagen zur Verbesserung der Beweglichkeit
Impulse für mehr Körperwahrnehmung im Alltag
Ein wichtiger Bestandteil ist dabei auch die Eigeninitiative der Klientinnen und Klienten.
Denn nachhaltige Veränderung entsteht häufig dann, wenn der Körper nicht nur passiv behandelt wird, sondern auch durch Bewegung und Übungen aktiv unterstützt wird.
Viele Menschen erleben durch diese Kombination aus:
Körperarbeit
Bewegung
achtsamer Begleitung
einen neuen Zugang zu ihrem Körper.
👉 Mehr darüber erfährst du im Artikel "Schmerzbegleitung – dem Körper wieder Beweglichkeit ermöglichen“
Dorn-Breuss – sanfte Begleitung für Wirbelsäule, Rücken und Gelenke
Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist auch die Dorn-Breuss Anwendung.
Diese Form der Körperarbeit verbindet eine ruhige Rückenmassage mit sanften Bewegungsimpulsen entlang der Wirbelsäule und der Gelenke.
Dabei kann unter anderem daran gearbeitet werden:
Spannungen im Rücken zu lösen
die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu unterstützen
Beinlängendifferenzen auszugleichen
Gelenke wieder in eine natürliche Position zu begleiten
Die Breuss-Massage arbeitet zusätzlich mit warmem Johanniskrautöl entlang der Wirbelsäule und kann dem Rücken ein Gefühl von Entlastung und Entspannung geben.
👉 Mehr dazu liest du im Artikel „Dorn-Breuss Anwendung – sanfte Begleitung für Wirbelsäule, Rücken und Gelenke“
Bewegung ist ein wichtiger Schlüssel
Unser Körper ist für Bewegung gemacht.
Wenn wir uns zu wenig bewegen oder immer die gleichen Bewegungsmuster nutzen, kann der Körper aus dem Gleichgewicht geraten.
Deshalb gehört zur Schmerzbegleitung auch:
bewusste Bewegung
kleine Übungen im Alltag
Eigeninitiative der Klientinnen und Klienten
Denn nachhaltige Veränderung entsteht immer in Zusammenarbeit mit dem eigenen Körper.
Ein Beispiel aus meiner Praxis
Petra (Name geändert) kam zu mir in meine Praxis in Plattling, weil sie seit längerer Zeit Schmerzen im Rücken hatte.
Verschiedene Untersuchungen hatten keine eindeutige Ursache ergeben.
Im Gespräch wurde deutlich, dass sie über Jahre hinweg sehr viel Verantwortung getragen hatte – beruflich und privat.
In Kombination mit achtsamer Körperarbeit, Bewegung und neuen Impulsen begann sie, ihren Körper wieder bewusster wahrzunehmen.
Nach einiger Zeit sagte sie:
„Ich habe verstanden, dass mein Körper nicht gegen mich arbeitet – sondern mit mir.“
Schmerz ist kein Gegner
Viele Menschen kämpfen gegen ihren Schmerz.
Doch manchmal kann ein anderer Blick hilfreich sein:
Schmerz ist kein Gegner.
Er ist oft ein Signal des Körpers, das uns darauf aufmerksam machen möchte, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Wenn wir beginnen, dieses Signal ernst zu nehmen, kann sich Schritt für Schritt etwas verändern.
Vielleicht möchte dein Körper gehört werden
Wenn Schmerzen immer wieder auftreten, lohnt es sich manchmal, genauer hinzuschauen.
Nicht mit Druck – sondern mit Neugier.
Wenn du das Gefühl hast, deinen Körper besser verstehen zu wollen, begleite ich dich gerne in meiner Praxis in Plattling (Niederbayern).
Häufige Fragen zum Thema Schmerzen
Woher kommen Schmerzen im Rücken oder Nacken?
Rückenschmerzen entstehen häufig durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
Dazu gehören zum Beispiel Bewegungsmangel, einseitige Belastung, Stress oder dauerhafte Muskelspannung.
Der Körper versucht oft, Stabilität herzustellen – dabei kann sich Spannung im Muskel- und Fasziensystem aufbauen.
Können Verspannungen Schmerzen verursachen?
Ja.
Dauerhafte Muskelverspannungen können zu Schmerzen im Rücken, Nacken oder in den Schultern führen.
Viele Menschen erleben dabei eine Kombination aus:
Muskelspannung
eingeschränkter Beweglichkeit
Druckgefühl im Rücken
Kann Bewegung bei Schmerzen helfen?
In vielen Fällen kann Bewegung sehr hilfreich sein.
Sanfte Dehnübungen, Spaziergänge oder gezielte Bewegungsimpulse können helfen, die Muskulatur wieder in Bewegung zu bringen.
Wichtig ist dabei, auf den eigenen Körper zu hören.
Was macht Schmerzbegleitung eigentlich?
Schmerzbegleitung unterstützt den Körper dabei, wieder mehr Beweglichkeit und Balance zu finden.
Dabei können verschiedene körperorientierte Impulse eingesetzt werden, zum Beispiel Druckpunkte, Dehnübungen oder Bewegungsübungen.
Ein wichtiger Bestandteil ist dabei auch die aktive Mitarbeit der Klientinnen und Klienten.
Kann Schmerzbegleitung medizinische Behandlungen ersetzen?
Schmerzbegleitung ersetzt in der Regel keine medizinische Behandlung.
Sie kann jedoch eine wirklich unterstützende Möglichkeit sein, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen und neue Bewegungsimpulse zu entwickeln.
Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte aber immer eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Hinweis:
Die Inhalte dieses Beitrags dienen der Information und ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnose oder Behandlung.
Ich stelle keine Diagnosen und gebe keine Heilversprechen.
Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine entsprechend qualifizierte Fachperson.



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